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OWL-Firma setzt auf SchanghaiDienstleister plant den Bau eines Technologiezentrums zur Expo 2010
Paderborn (WB). Zur Weltausstellung (Expo) in Schanghai im nächsten Jahr plant ein Paderborner Unternehmen den Bau eines Technologiezentrums und will dabei möglichst viele Firmen aus Ostwestfalen-Lippe beteiligen. Sie sollen in China für deutsche Umwelttechnologie werben.
»Wir wollen die Interessen der deutschen Wirtschaft mit den Wünschen der Chinesen verknüpfen«, sagt Johannes Freise von der Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (GPDM). »Insgesamt können sich 40 bis 50 Firmen an dem Projekt beteiligen.« Mit namhaften Unternehmen wie dem Fensterbauer Schüco (Bielefeld), dem Türenhersteller Hörmann (Steinhagen) sowie dem Jalousienspezialisten Alulux (Verl) sei er im Gespräch. Die Idee ist, dass die deutschen Firmen während und auch nach der Expo in der Metropole Schanghai in dem Technologiezentrum umweltfreundliche oder energieeffiziente Produkte präsentieren. Dazu gehörten etwa Heizungs-, Klima- und Solaranlagen sowie besonders energiesparende Fenster, Lüftungsanlagen, Lichttechnik und vieles mehr. Diese Produkte könnten dann auf dem boomenden Wohnungsbaumarkt Chinas zum Einsatz kommen – ein Milliardengeschäft. Die Werbung in dem Technologiezentrum kostet die Firmen Freise zufolge etwa 10 000 Euro. »Deutsche Technik genießt in China ein hohes Ansehen«, ist Freise überzeugt. Das futuristisch anmutende Technologiezentrum, für das eine Investitionssumme von insgesamt etwa 400 000 Euro veranschlagt ist, wird allerdings nicht direkt auf dem Expo-Gelände gebaut, sondern einige Kilometer abseits auf dem Grundstück des German Centers von Schanghai. Das German Center, das der Bayerischen Landesbank gehört, unterstützt deutsche Firmen beim Markteintritt in China. Um Besucher der Weltausstellung (Expo) auch für das Gelände des German Centers zu begeistern, soll ein Buspendelverkehr eingerichtet werden. Nach der Weltausstellung soll das Technologiezentrum außerdem als Schulungszentrum dienen. Freise will chinesische Studenten im Umgang mit deutschen Produkten schulen. Diese Aufgaben sollen chinesische Ingenieure übernehmen, die ihrerseits in Deutschland dafür ausgebildet werden, schwebt Freise vor. Die Paderborner Firma GPDM hat dafür eigens das »German Energy Center & College GmbH« gegründet, dessen Generalmanager Freise ist. In China sollen zunächst fünf Mitarbeiter beschäftigt werden. Weitere 20 Mitarbeiter könnten das Büro in Paderborn verstärken. Freises Ziel ist, in China weitere Bildungsstätten zu errichten. »Wir verhandeln bereits mit mehreren Universitäten.« Ausgangspunkt der OWL-Initiative ist eine Vereinbarung, die die Paderborner mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit getroffen haben. Interessenten können sich unter Tel. 05251-776043 mit Johannes Freise in Verbindung setzen. |
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